Zwei Tage, ein Flügel – und warum Aufnahmen keine Kompromisse mögen
Für eine Aufnahme mit Stefan Laux und dem Sänger Frederic Jost war ich im Irenensaal des Wort und Bild Verlages in Baierbrunn im Einsatz – ein wirklich schöner Konzertsaal, der nicht nur gut klingt, sondern auch gut gelaunt macht.
Gespielt wurde auf einem sehr schönen und ausgesprochen gut gepflegten Steinway & Sons D Konzertflügel, der eine hervorragende Basis für diese Produktion bot.
Stefan ist Profimusiker, weiß sehr genau, was er will – und vor allem, was er nicht will. Wenn es um die Betreuung eines Flügels geht, ist er angenehm anspruchsvoll. Genau so mag ich das.
Am ersten Tag stand Stimmen und Intonieren auf dem Programm, am zweiten ein gezieltes Nachstimmen. Über Nacht hatte der Flügel auf die geringere Luftfeuchte reagiert und war in der Mittellage minimalst verstimmt. Für ein Konzert vielleicht noch vertretbar – für Tonaufnahmen aber ein klares No-Go. Mikrofone haben bekanntlich ein hervorragendes Gedächtnis und wenig Humor.
Eine saubere Stimmung ist hier kein Luxus, sondern Voraussetzung – gerade im Zusammenspiel von Stimme und Klavier.
Sehr positiv in Erinnerung geblieben ist mir auch der Empfang im Verlag: ruhig, herzlich und fast schon familiär. Besonders auffällig war, wie freundlich und gut gelaunt wirklich alle Mitarbeitenden waren. Mein Eindruck: Hier herrscht ein ausgesprochen gutes Betriebsklima – und das spürt man sofort, auch als externer Dienstleister.
Zwei Tage, ein Flügel, ein bisschen Physik, viel Musik – und am Ende genau das Ergebnis, das sich alle gewünscht haben.

